Skip to content

Hammerhead, 18.04.2009 – Köln, Underground

April 19, 2009

dsc00619

Meine Herren, war das ein Abend. Natürlich war mal wieder alles super hektisch im Vorfeld. Auf dem Weg wollte ich vorher noch kurz, mal eben,  bei Ikea rein, um Bilderrahmen zu besorgen. Mit Geschenken für den Folgetag bin ich oft sehr früh dran. Die Rahmen waren schnell organisiert und ich dachte jetzt noch schnell durch die neuen Expresskassen und alles ist im Zeitplan. Aber Pustekuchen. Natürlich waren die auch voll, und anscheinend ist es sehr schwierig den Anweisungen auf dem Bildschirm zu folgen. Naja, der Express dauerte dann doch 20 Minuten, was meinen Zeitplan mächtig durcheinanderwirbelte, da ich den Fu noch einladen musste,und den Durchde um 19:30h abholen wollte, zu dem Zeitpunkt aber erst beim Fu eintraf, und mich vom Durchde dann noch 18km trennten. Also Vollgas. Alles in allem kamen wir dann um 20:15h am Underground an und konnten den dort wartenden Kluthzifer auch noch zum Parkplatz suchen ins Auto packen. Auto abgestellt, an der Bude schnell noch ein leckeres Astra erworben ( eins ist gestattet 😉 ) und auf den Weg zum Underground gemacht. Dort angekommen erwarteten uns schon Massen an Besuchern. Ich hab ja schon einige gut besuchte Konzerte im Underground erlebt, alle ausverkauft, aber irgendwie hatte es den Anschein als wenn diesmal mehr da waren. Nachdem der Gerstensaft dort war, wo er hinsollte und das Pfandgut in die Hände einer Flaschensammler-Omi gelangt war, bahnten wir unseren Weg in die noch leeren Hallen des Undergrounds. Nachdem wir uns am Merchstand etwas ausgetobt hatten, begannen auch Seein Red ihr Set. Diese boten, also ich würd das mal Crust nennen. Mit Sicherheit keine Musik die ich besonders häufig höre, kam aber im Underground mit dem Strobo Gewitter echt ordentlich und war auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zum sonstigen musikalischen Repertoire das ich mir sonst gebe. Nach gefühlten 50 Songs in 10 Minuten ( es waren dann glaub ich 18 in weniger als 30 Minuten; abzüglich der Spracheinlagen ein ganz ordentlicher Schnitt ) war dann schon alles vorbei. Die Herren waren zwar nach 18 Bandjahren optisch etwas älter geworden, knüppelten aber wie junge. Anschließend fiel mir dann erstmal ein, dass ich die Jungs mit dem Durchde vor 12 Jahren zusammen mit Hammerhead und der Golgatha Nachfolgeband, wie hießen die noch ? – ich glaub Iron Skull, gesehen hatte.

Nach einer kurzen Pause begannen die Jungs von Hammerhead ihr Equipment aufzubauen, schließlich musste um 23:00h Ende sein, da dann Disco war. Nachdem alles bereit war, begann das Hammerbrett von Hammerhead, getreu dem Burn Out Motto

HARDCORE HEISST WIEDER KÄMPFEN !

ging es hier roh zur Sache, soll heißen – keine Effekte und kein Schnick Schnack. Der Laden platze aus allen Nähten. Beim ersten Song prasselten schon etliche Ellenbogen und Fäuste auf meinem Kopf, und zwar in Intervallen, die es mir unmöglich machten zu erkennen aus welchen Richtungen. Nach dem zweiten Song zog ich es vor mich von der Bühne etwas zu entfernen ( ja ich weiß, ich bein ein kleines Weichei ). Aber auch hier stand man nicht zwangsweise ruhig, so kochte der Mob. Es wurde gedivt und gerockt was das Zeug hielt und die Band gab definitiv alles. So in der Art stelle ich mir vergangene Konzerte im CBGBs vor. Aber wer braucht das schon, wenn es so eine rohe Old School Atmosphäre auch hier gibt ? Zwischendurch wußte Tobias Scheiße auch bei seinen Ansage, wie er, provokant-ironisch das ein oder andere Grinsen auf die Gesichter des Mobs zaubern konnte. Nach ca. 1 Std. war dann zuerst Schluß, aber für Rocker „untypisch“ kamen sie für drei Zugaben zurück, und setztem dem Abend noch das i-Tüpfelchen auf. Nachdem die Band bereits die Bühne verlassen hatte, sah man erst, dass Olli hinter seinen Drums zusammengesunken war. Der Gute hatte mal wieder alles gegeben. Abschließend muss ich sagen, dass das für mich, soweit ich mich erinnern kann, das beste Hammerhead Konzert war. Ich hatte sie vor etlichen Jahren bereits drei mal gesehen. Damals war alles dabei – vom Komplettausfall der Band auf Grund des Genusses von Gerstensaft bis hin zum wirklich guten Gig. Diesmal war es aber wirklich der Knaller, da das Publikum auch auf einer Welle mit der Band schwamm. Wirklich gut. Bin mal sehr gespannt wie es nun mit Hammerhead weitergeht. Ich denke ein neues Album würde der ein oder andere Besucher des gestrigen Abends gern sein Eigen nennne. Aber sie haben definitv gezeigt, dass sie es noch drauf haben und mit Sicherheit eine Sonderstellung in der heutigen Hardcore/Punk Szene haben, da sie sich eben nicht angepasst haben und sich selbst treu geblieben sind, aber vor allem weil sie soviel rohe Energie rübergebracht haben, wovon sich die ein oder andere Band ruhig eine Scheibe abschneiden könnte.

Vielen Dank Jungs, hat Spaß gemacht.

Ray.

dsc00620

Advertisements
3 Kommentare leave one →
  1. fu! permalink
    April 20, 2009 09:18

    Für mich das BESTE Konzert in 10 Jahren!!!

    DAS war mal wirklich ehrlicher und sauberer, unangepasster Hardcore der alte Schule mitten indi Fresse! 😉

    Sehr sehr geil…Bitte mehr davon!

  2. April 27, 2009 10:37

    hi, auch hier ein paar Bilder von HH in Köln:

    http://www.cxc.info/index.php?option=com_content&task=view&id=530&Itemid=5

    auf der Seite geistern auch noch Bilder rum von den Abschiedskonzerten in NR und BN rum. Einfach mal suchen.

    Geiler Abend, geiles publikum nur ab und an etwas zu viel gedränge – aber das ist Punkrock 🙂

    mAtt666

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: