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Remember the old days ?

Juli 22, 2008

Am vergangenen Samstag war es nun endlich soweit. Das Summer Madness im Düsseldorfer Zakk stand auf dem Programm. Spielen sollten : Special Guest, Dean Dirg, White Flag, Adolescents und Agnostic Front. Im Vorfeld hatte ich mir so meine Gedanken gemacht, wie das wohl werden wird und mich gefreut die Adolescents, die ja noch nie in Deutschland auf Tour waren ( habe mit dem Durchde mal ADZ in Wermelskirchen gesehen, was ja fast das selbe war. Dort wurde auch gefilmt, Ob es davon im Netz Aufnahmen gibt ?… ) zu sehen, und, endlich nach so vielen Jahren der Verbundenheit zum Hardcore die Urgesteine selbigens, Agnostic Front, live zu sehen. Ich glaube, ich habe so ziemlich jede Hardcore Band gesehen, die Mitte der 90er präsent waren ( daran ist der gute Durchde auch nicht ganz unschuldig, der mich teilweise auf 3 Konzerte die Woche schleppte. Das waren noch Zeiten ).

Geplant war ein gemütliches fertig machen und entspanntes Aufbrechen zum Zakk, schließlich war es ja ein Heimspiel. 19:30h sollte es losgehen. Da sollte es ausreichend sein um 20:00h loszugehen, bei der Anzahl der Bands. Kurz noch einen Blick ins Netz riskiert – meine Kinnlade schlug auf dem Tisch auf. Das Konzert sollte bereits um 23:00h zu Ende sein, da dann einen Reggae Party in der Halle stattfinden sollte. Was für eine Organisation. Also schnell mit dem Taxi zum Zakk. Dort angekommen schlug uns schon der fette Sound um die Ohren. Die Halle war nicht besonders gut gefüllt, aber es war ja noch früh. Die erste Band hatten wir aber bereits verpasst. Auch hatte das Line Up sich geändert ( irgendwie haben wir das immer ): White Flag spielten nicht. Stattdessen waren nun Funeral March und No Turning Back dazugekommen. Warum müssen Hardcore Bands immer so bescheuerte, Phrasen dreschende Namen haben ?

Okay, kommen wir zum Konzert. Wie gesagt, Funeral March hatten wir bereits verpasst. Beim betreten der Halle spielten No Turning Back. Was soll ich sagen. Lauter, aggressiver, prolliger Hardcore der alten
Schule, bei dem sich das Basketballtrikot des Sängers hervorragend mit dem Sound ergänzte. Ich würd mal sagen in bester Madball Manier, s. Video. Also für mich nichts dolles. So nutzten wir die Zeit um ein wenig herumzuschlendern, und uns umzusehen ( Wer das Zakk kennt, weiß, daß man dafür nicht lange braucht ). In der Halle gab es einen großen Bereich mit Merch der jeweiligen Bands und zwei kleine Plattenstände. Das erinnerte mich ein wenig an die guten Zeiten mit Hardcore Konzerten im z.B. Köln-Ehrenfelder Bürgerzentrum. Beim rumschlendern viel auch auf, daß der Biergarten ganz gut besucht war, und die Band nicht wirklich viele Leute interessierte.

Als nächste spielten Dean Dirg, die rasanten Punkrock ablieferten, bei dem kaum ein Lied länger als zwei Minuten dauerte. Es wurde nichts neues geboten, aber erfrischend war das halbstündige Konzert ohne jegliche Ansagen allemal. Allein der Sänger war rein optisch sein Geld wert. Wer absichtlich so „scheiße“ ( das ist im positive Sinne zu verstehen ) aussieht, und dies im „normalen“ Leben auch tut ( zumindest hatte ich nicht das Gefühl als würde er schauspielern ) – Respekt. Rein optisch würde er auch zu Deichkind passen.

Nach ein längeren Pause standen dann die Adolescents auf der Bühne. Ich glaube 3 aus der Originalbesetzung ( Tony + Gitarre + Bass ), und, wenn mich nicht alles täuscht, der Sohn von Tony an der 2. Gitarre ( zumindest passte der Altersunterschied und die Ähnlichkeit ). Für ihr Alter gaben die Herren richtig Gas und boten feinsten California Punkrock der alten Schule. Als dann „Amoeba“ erklang war ich schon sehr zufrieden. Allerdings hat man diese Musik schon tausendmal gehört und es wird nach ner Weile etwas eintönig. Da die Herren von Adolescents aber zu den Pionieren dieser Musikrichtung gehören, kann man da aber auch mal ein Ohr zudrücken.

Dann endlich standen Agnostic Front auf der Bühne. Mittlerweile war es bereits 23:00h. Ich war mal gespannt, wie das mit den Reggae Freunden werden würde. Die Band wirkte sehr entspannt. Aber ich glaube das ist normal, wenn man so lange im Geschäft ist. Mike, der Bassist, hat sich vorher auch mit an die Theke gestellt, ordentlich getankt und sich Adolescent Gig reingezogen. Schön, daß die Herren ob ihres Status in der Szene keinerlei Starallüren an den Tag legten. Und dann ging es los. Der Sound war leider der schlechteste des Abends, zumindest bei Gesang und Gitarre, aber das interessierte die Herren um Roger Miret nicht die Bohne. Sie gaben richtig Gas. Ein Hit folgte auf den nächsten. Bei Crucified würde die Bühne zum Diven geentert, nicht in Massen, aber immerhin. Punkt Zwölf wurde dann Gotta Go angestimmt. Mitten im Lied war dann der Strom auf der Bühne weg. Vermutlich war es dem Veranstalter schon zu spät. Da das Publikum ( irgendwas zwischen 300 – 500 Leuten ) aber nicht aufhörte den Refrain zu gröhlen, war kurze Zeit später wieder Strom auf der Bühne, und das Lied wurde von neuem angestimmt. Das war schon eine ziemlich coole Atmosphäre. Mit Sicherheit nicht mit einem CBGBs Konzert zu vergleichen, aber Clubatmosphäre war trotzdem da. Nach ca. 80 min. war dann aber endgültig Schluß, obwohl das Publikum nach mehr verlangte.
Eigentlich sollte Tony Adolescent anschließend in der Kneipe auflegen, mußte aber nach dem Gig direkt weiter nach England. Seinen Part übernahm dann Mike von Agnostic Front. Wir verließen an dieser Stelle die Örtlichkeit, da nicht nur Mike gut getankt hatte.

Mein Fazit: Es war ein nettes Event, und ähnliche dürfen von mir aus gerne im Zakk folgen, aber bitte ohne Druck wegen anschließenden Partys.

Da meine Kamera nicht unbedingt zur Konzertfotografie taugt, gibt es hier ein paar Bilder und unten dafür drei Videos.

Ray.

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5 Kommentare leave one →
  1. Durchde permalink
    Juli 23, 2008 03:55

    Hey Ho! Währe auch gerne zur Show gefahren ;-(
    Anscheinend haben ja AG in solch einen großen Club funktioniert, hatte schon meine Bedenken.
    Kleine Korrektur :
    Adolescents wahren letztes Jahr auf Deutschland Tour …

  2. raynay76 permalink*
    Juli 23, 2008 05:27

    So groß ist das Zakk doch garnicht. Zwar größer als Clubs wie z.B. das Underground, aber kleiner als z.B. das With Full Force Fest. oder damals das Dynamo.
    Da kann man sich auf gar keine Info verlassen. Beim Zakk stand „noch nie auf Deutschladtour“. Naja, gut das es den Durchde gibt 🙂

  3. Juli 23, 2008 18:42

    Schöner, ehrlicher Bericht – so einen Abend müsste man normalerweise mit alle Mann genießen, dabei tüchtig tanken und sich über die alten Zeiten bepissen.

  4. dennis permalink
    Juli 24, 2008 16:54

    oar ich seh mich besoffen in der ersten reihe rumhampeln xD

  5. fu! permalink
    Juli 24, 2008 19:30

    Ja wiiiiieeee GEIL! 😉

    Boah menno! Wär ich mal besser mit gekommen! Bei Cruciefied wär ich glaub ich total durchgedreht! Divingaction wie früher im Büze bei Yuppicide & Slapshot, der sich die Leute auf der Bühne geschnappt und sie zurück ins Publikum “ geschleudert“ hat! Dat war´n Typ! Aussehen wie Albino Heino, 3D Brille und von Kopf bis Fuss tätowiert und sowieso Kante… Krasse Zeiten so mit 14! Durchde sei DANK! ;-)….wwwWWWWAAHHHNNSSSIIINNNnnn…

    Hoffe Ihr habt Spass gehabt! Ich hatte es beim Lesen und anschauen!

    Gruss

    et furzel

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