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Konzert No. 1 in 2008

Februar 11, 2008

Gestern wurde nun unser Konzertjahr 2008 eingeläutet. Es hätte so cool werden können. Spielen sollten im Kölner E-Werk : Bullet For My Valentine, 36 Crazyfist, Skindred (zumindest nach Eintrittskarten vom 13.12.2007 ), nach Karten vom 23.12.2007 Bullet For My Valentine, Still Remains, Skindred. Nachdem in der Anwesendheit bzw. Abwesendheit der Bands völlige Verwirrung herrschte, spielten letztendlich nur Still Remains und Bullet For My Valentine.

Den Anfang machten somit Still Remains bei denen ich mir nicht sicher bin, was die nun sein wollten. Die Band bestand aus 2 Gitarristen, Bassist, Drummer, Keyboarder und Sänger. Die Spieler der Saiteninstrumente entsprachen dem klassischen äußeren Metallerscheinungsbild: lange Haare, Stretchjeans ( warum auch immer das sein muß ) und als Gitarren die Metalgitarre schlechthin – die Flying V ( schreibt die sich so ??? ). Lediglich der Sänger mit kurzen Haaren und einem T-Shirt ohne Ärmel, und der Keyboarder, ebenfalls kurze Haare, dafür aber mit Weste, passten nicht so recht ins Metalbild. Metal wurde hier aber geboten. Rein optisch in bester Manowar oder Iron Maiden Manier. Soll heißen. Nach jedem 2. Saitenanschlag wurde das Hörnersymbol ins Publikum gereckt oder Blick folgte den Fingern an die Hallendecke ( was immer dort gewesen sein mag 🙂 ) oder man schlug sich wie wild auf die Brust. Höhepunkte waren vor allem dann, wenn die Saitenfraktion vereint jeweils ein Bein auf die Monitorbxen hiefte, das Instrument senkrecht in den Lenden platziert wurde, und unter wildem Bangen die Saiten anschlug. Lediglich die beiden übrigen ( Keyboarder und Sänger ) passten mit ihrem wilden rumgespringe ( sah aus wie zwei Hasen auf Speed ) nicht in das semiprofessionelle Auftreten der Band. Vor allem der Keyboarder nervte mit seinem Gehopse, wenn er nicht gerade spielte…Falls die Band einen Vortänzer braucht, ich kenn da einen ziemlich guten, Klick, aber eigentlich dürfen nur DIE das !… Musikalisch wurde übelster Metal geboten, mit einem Sänger der nur schrie, und das noch nicht mal gut ( und davon versteh ich was ). Einzig der Mischer überzeugte mit einer Lautstärke und Bombastik, das es einem die Ohren vibrieren ließ. Aber wie so oft, Masse ist nicht gleich Klasse, und somit war ich von dieser Band mehr als gelangweilt, und froh, als nach 40 Minuten endlich Schluß war.

Nach einer Umbaupause spielten dann schon Bullet For My Valentine. Eigentlich hatte ich mich gefreut, da ich das Konzert im Kölner Underground ( 2004/2005 ??? ) wirklich gut fand. Da wusste ich aber noch nicht, was mich an diesem Abend erwarten würde. Nach einer halbstündigen Umbaupause begann dann das Konzert. Das Bühneoutfit war nun Metal und Starlike dekoriert ( der Drummer thronte 2,5 m über der restlichen Band ) und  an der Rückwand der Bühne prangte ein riesiges Bullet F.M.V. Poster. Musikalisch machte der neue Mischer dann einen sehr schlechten Job, denn es war extrem schwierig, aus dem breiigen Sound Lieder herauszuhören, auch war es wesentlich leiser ( man konnte sich auch in unmittelbarer Nähe der Bühne relativ normal unterhalten ). Nachdem ich erst vor kurzem die neue Platte hören könnte, war ich sehr gespannt. Das neue Album find ich garnicht toll. Viel zu viel Metal in der Richtung Metallica oder High School Metal. Nicht wirklich individuell, sondern sehr berechenbar. Sehr schade. Geboten wurde optisch das Gleiche wie bei der Vorgängerband, nur in absoluter Perfektion ( wenn man es braucht, dann doch lieber ehrlich auf der Bühne durchdrehende Bands, wo der Funke zum Publikum überspringt ). Der Funke sprang für meine Begriffe gar nicht über. Alles wirkte so einstudiert, gar choreographiert, um nicht zu sagen langweilig. Wirkliche Stimmung kam nie auf, da hilft auch kein „Motherfxxxer“ Gelaber von der Bühne. Musikalisch mit Sicherheit perfekt ( was die Bedienung der Instrumente angeht ), stimmlich äußerst schwach, verließen wir nach 45 Minuten den Ort der Tragödie um was zu essen…aber es gab nichts mehr 😦 . Im Cafe trafen wir dann noch alte Bekannte, die auch nicht sehr angetan waren vom Auftritt ( ich bin nur froh, dass ich die Band schon mal anders erlebt hab, aber auch irgendwie traurig zu sehen, wie eine Band mit Major Vertrag sich wandeln kann  ). Nach einem kurzem Gespräch bemerkten wir dann, dass das Konzert nach einer knappen Stunde schon vorbei war. Das ist eine sehr schwache Vorstellung gewesen, für eine Band mit 2 Alben, dem Ruf die neuen Metallica zu werden und einem Eintrittspreis von 28,50 Euro. Da gebe ich doch lieber das doppelte für die Originale aus.

Wirklich schade fand ich, das 36 Crazyfist nicht gespielt haben. Auf die hab ich mich wirklich gefreut. Aber die sind derzeit in Amiland mit Napalm Death und Walls Of Jericho auf Tour. Warscheinlich die bessere Entscheidung.

Hoffentlich werde kommende Konzerte in diesem Jahr besser.

Ray.

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One Comment leave one →
  1. Februar 12, 2008 18:15

    Ach wie schad – hätte Euch gewünscht, dass das Konzi mal wieder ein Kracher wird, bei dem mal richtig die Sau rauslassen kann. E-Werk ist was das feiern angeht ja dann auch schon fast ne Nummer zu groß. Wieder eine dieser Bands, die den Hype um Ihre Personen nicht optimal verarbeitet haben. Die neu Scheibe habe ich noch nicht gehört – aber die alte finde ich immer noch Knaller! Das nächste (gute) Konzert kommt bestimmt.

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