Juli 1, 2009

Nine Inch Nails, Philipshalle, 29.06.2009

So, nun sind bereits zwei Tage seit dem Konzert vergangen, höchste Zeit für ein Review des Abends.

Nachdem ich relativ zeitig Feierabend hatte, der Kluthzifer auch äußerst pünktlich bei mir auf der Matte stand, ein paar Fläschchen Gerstensaft bereits kühl gestellt waren, die Sonne schien ( es also möglich war in Sommerkkleidung zum Konzert zu gehen, was äußerst angenehm ist ) und das ganze auch noch ein Heimspiel für mich war, konnte eigentlich nichts schief gehen, obwohl ich immer noch ein wenig wehmütig war, da The Mars Volta am selben Tag in Düsseldorf spielten. Mit dem Bier in der Linken und dem Kluthzifer zu meiner Rechten ging es dann samt Neffen, den wir unterwegs noch aufgabelten zur Philipshalle. Dort angekommen machten wir uns direkt auf Richtung NIN.com Presale Kasse. Dort tat sich zunächst nichts, dann ging es aber relativ flott, und schnell standen wir im Vorraum der Philipshalle, die Halle selbst durften wir noch nicht betreten. Das normale Fußvolk verweilte derzeit noch draußen, schließlich war uns Presalern das Privileg der Erstbetretung der heiligen Hallen vorbehalten. Da wir aber noch nicht rein durften blieg genug Zeit für ein Getränk und, um einen Blick auf den Merch Stand zu werfen. Zunächst war ich über die Preise schockiert ( ein Shirt für 35 Euro, ein Aufnäher für 15 Euro, ne Messanger Bag für 60 Euro – diese wird derzeit bei ebay.com ab 750 Euro gehandelt ), aber im Nachhinein seien einem Künstler, der seine Alben mittlerweile kostenlos verteilt diese Preise gegönnt.

Nach ca. 30 Minuten kam dann ein freundlicher NIN.COM Mitarbeiter auf uns “Premiumbesucher” zu, um uns die Regeln der Betretung der heiligen Halle näher zu bringen.

” Wir werden nun einzeln, hintereinander, nicht nebeneinander, die Halle langsamen Schrittes betreten. Wer sich daran nicht hält, fliegt raus, und kann sich dann draußen, beim normalen Volk anstellen. ” – Uiuiuiuiuiuiuiuiu !!!

Man  war sehr gespannt was nun kommen mögen. Langsam betraten wir die Halle, um festzustellen, daß es keinen, wie insgemein gehofft, separaten Bereich vor dem Wellenbrecher gab. Man war einfach nu zuerst in der Halle, um auf den Rest zu warten, damit die Türen geöffnet wurden, so daß man sich ein Getränk holen konnte. Toll. Irgendwie wurde der Sinn des Presales verpasst. Mag sein das es Leute gibt, die direkt nach vorne Stürmen, und dort bis zum Ende verweilen. Wir allerdings nahmen zunächst auf der Tribühne Platz, schließlich gibt es immer einen Weg nach vorne.

Da die Halle hervorragend klimatisiert war, konnte man es bis zum Beginn der Vorband super auf der Tribühne aushalten.

MEW

Punkt Acht fingen dann Mew an. Ihre Musik erinnerte mich ein wenig an die Pixies. Der Gesang allerdings war für meine Ohren absolut daneben, und erinnerte mich an den Hasen, oder was weiß ich, aus der HandyWerbung Dauerschleife auf den sogenannten Musik Sendern. Für war das gar nichts. Sehr Arty, irgendwie so, als wenn man durch die Einsamkeit Skandinaviens schippert und man eine Soundtrack braucht. Aber der Gesang macht dann wieder alles kaputt. Nach kanpp 30 Minuten war dann Schluß.

NIN

Um Neun enterten dann die Mannen um Trent Reznor die Bühne. Begonnen wurde relativ ruhig ( Home ), um dann direkt in schnellere überzugehen ( Terrible Lie ). Somit war die Marschrichtung des Abends festgelegt. Es sollte ein Wechselbad der Gefühle werden. Und diese Wechsel gab es reichlich. Auf die schnelleren, härteren Songs folgten  mehrere ruhige, was bei den doch steigenden Temperaturen, und den damit verbundenen Folgen, nur gut war. Vor allem die ruhigen Songs erzeugten mit dem grandiosen Lichtspiel eine grandiose Atmosphäre. Das Lichtspiel selbst war äußerst clever konzipiert. Es gab nicht nur Licht neben und hinter der Band, sonder auch einen Strahlerteppich in Zimmerhöhe über der Band. Dadurch hatte man das Gefühl nicht in einer Halle zu sein, sondern eher in einem Club. Gab es bei den schnellen Songs Strobo Gewitter, so tauchte gelbliches Licht in Verbindung mit dem Nebel die Bühne in ein äußerst schönes Sepia, was die ganze Atmosphäre noch dichter machte. Die Atmosphäre zwischen Publikum und Band hatte ich so garnicht erwartet. Aber die Band und das Publikum schwommen von Anfang an auf einer Welle, und man sah den Musikern, vor allem Trent, an, daß sie Spaß an dem hatten was sie taten. Der ganze Innenraum stach durch kollektive Bewegung heraus, was ich lange nicht mehr erlebt hatte. Sehr schön. Nach 100 Minuten war erstmal Schluß, doch die Band kam für 20 Minuten zurück, und beendete den Abend mit einem sehr gefühlvollen “Hurt”. Ganz großes Kino. Zurückblickend kann ich sagen, daß dieses Konzert zu den Top 5 Konzerten gehört bei denen ich war, und das sind schon eine Menge gewesen ( ohne jetzt strunzen zu wollen ). Perfekter Sound, perfektes und grandioses Licht, eine motivierte Band und eine tolle Setlist ( viele Sachen die man garnicht erwartet hätte, dafür viele Songs weggelassen, die man erwartet hätte-Starfuckers, Closer, etc. ; zum Glück schon 2005 gesehen ). Es war wirklich toll. Glauben kann ich allerdings nicht, daß nun Schluß sein soll, obwohl es ja verkündet wurde und die Tour auch den Namen “Wave Goodbye” trägt. So ein Getriebener, der so einen extrem hohen Output hat, muß doch zwangsweise weitermachen.

Also auf bald, Trent, es war ein toller Abend.

Für diejenigen, die es wissen möchten, hier die Setlist ( aus dem NIN Forum )

Home
Terrible lie
Discipline
March of ….
Metal
Reptile
The becoming
Afraid of americans
Burn
Gave up
La mer
The fragile
Non Entity
Gone still
The way out is through
Wish
Mr Selfdestruct
Survivalism
THTF
HLAH

Echoplex
The good soldier
TDTWWA
Hurt

Außerdem hier Fotos und Videos.

Anbei noch eins von mir.

Ray.

Juni 26, 2009

Peter Pan ist gegangen

Der Junge, der nie erwachsen werden wollte, mit zunehmenden Alter aber immer mehr zum lebenden Zombie wurde, der größte Popmusiker des 20. Jahrhunderts, ist heute im Alter von 50 Jahren verstorben. Ich hätte nie gedacht, daß mich das berühren würde. Aber als ich heute morgen um 06:30h, auf dem Weg zur Arbeit davon erfuhr, durchströmte mich ein seltsames Gefühl. Der Held meiner Kindheit und frühen Jugend ( bevor die Gitarrenmusik Einzug in mein Leben hielt ) ist nicht mehr da. Mein kleiner Sohn wird ihn nie sehen können, sondern nur von ihm aus Erzählungen erfahren. Der Mensch, der die Musikwelt so sehr veränderte und prägte ist tot. Irgendwie geht mir das nah und ich kann es noch garnicht glauben. Während ich das schreibe sehe ich den Konzertfilm zur Dangerous Tour “Live aus Bukarest” ikm Ersten, und fühle mich komplett in meine Kindheit zurück versetzt. Ich weiß noch genau, die CD war grad brandaktuell auf dem Markt, und die erste CD die ich von meinem Taschengeld kaufte war das Album “Bad”. Meine Lieblingssongs waren “Smooth Criminal” und “Dirty Diana”. Deshalb binde ich beide Videos hier ein, ziehe meinen Hut und hoffe, daß er nun sein Nimmerland hat.

R.I.P.

Ray.

(direktsmooth)

(direktdirty)

Juni 22, 2009

Und dann kam ER

Als wäre die Zeit stehengeblieben. Als gäbe es keine verholzten Stimmbänder, keine Verschleißerscheinungen, keine gelangweilte Routine bei Musikern in der Mitte ihres Lebens.

So beginnt der fantastische Konzertbericht von Jürgen Winkler über vielleicht das Konzert des Jahres, wenn man Faith No More Fan ist. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so einen guten Bericht gelesen hab, aber eins weiß ich 100%-ig, ich war nicht dabei. DAMN. Unbedingt lesen.

Ray.

(via)

UPDATE

Juni 22, 2009

WAAAHHHNNNSSSIIINNN…

alice1

Tim Burton schafft es mal wieder, alles was man zu Alice im Wunderland erwarten konnte, in den Schatten zu stellen. Etwas außergewöhnliches hat man je eh erwartet, aber das das so grandios wird, wie auf den ersten Production Stills zu sehen, hab ich nicht zu hoffen gewagt. Nachdem ich die Fotos bei den Filmfreunden gesehen habe, fällt es mir schwer meinen Mund wieder zu schließen. Einfach großartig. Schaut Euch auch die restlichen Bilder an. Vor allem Burtons Muse, Helena Bonham Carter, ist auch extrem gut getroffen. Hoffentlich kommt der bald.

Ray.

(via)

Juni 19, 2009

Zombieland

Bin grad zufällig über diese Perle gestolpert. Bin eigentlich kein Fan von Zombiefilmen, aber wenn schon Woody Harrelson als Zombiekiller mitmacht, kann eigentlich nichts schief gehen. Da freu ich mich drauf.

René

(direktzombie) (via)

Mai 8, 2009

Todesstern zerstört Enterprise

screen-capture

Das das Imperium sich in San Francisco breitgemacht hat, hatte ich hier schon berichtet. Nun sind Videoaufnahmen im Netz aufgetaucht, welche dokumentieren, daß der Todesstern die USS Enterprise zerstört hat. Arme Trekkies.

Ray.

(via)

Mai 8, 2009

Russ Mills – Fine Art

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Hell Yeah! Russ Mills macht fantastische Bilder, ganz nach meinem Geschmack. Hier gehts zur Galerie. Und die gibt es auch noch zu einem fairen Kurs von 25 englischen Pfund hier zu erwerben. Ich glaub da werd ich auch mal zuschlagen. Wer ein Geburtstagsgeschenk für mich sucht…

Ray.

(via)

Mai 7, 2009

Drawdio

Schon strange was man beim youtube surfen so findet, und was so möglich ist.

Ray.

Mai 7, 2009

Oxygen

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Sehr cooles Animationsfilmchen. So macht lernen Spaß. Hätte es sowas zu  meiner Schulzeit gegeben, dann hätte ich wohl in Chemie besser abgeschnitten. Zum schauen aufs Bild klicken.

Ray.

(via) (direkt z.Erzeuger)

Mai 6, 2009

Star Wars Weekends

vader

Obwohl ich ja weiß Gott nicht der größte Star Wars Fan unter der Sonne bin, so mag ich doch die Filme und verbinde eine ganze Menge meiner Kindheit mit Star Wars. In den Disney Studios finden vom 22.05.-14-06.  die Star Wars Weekends statt. Wenn ich mir dieses Video auf der Startseite ansehe, habe ich das unterschwellige Gefühl wieder Kind sein zu wollen, und unbedingt dort hin zu wollen. Sieht das cool aus. Besonders die Poster sind der Kracher. Schön, daß Mr. Lucas in Bezug auf Star Wars auch Spaß zu verstehen scheint.

Ray.

via C33 Blog ( interessant für alle die an Medien, Art, Punk und Hardcore, Design, etc. interessiert sind )